Montag, 26. Juni 2023

Gestern war es soweit: Der große Tag unserer ersten Langdistanz bei der Challenge Roth war nach gut halbjähriger intensiver Vorbereitung gekommen! Nachdem wir in den letzten Jahren zahlreiche Mitteldistanzen bewältigt und uns auf dieser Strecke ein gutes Gefühl erarbeitet hatten, fassten wir letztes Jahr den Entschluss, uns den großen Traum des Zieleinlaufs bei einer Langdistanz zu erfüllen - inspiriert von der Begeisterung bei der Challenge Roth 2022, die wir als Zuschauer vor Ort miterleben durften, weswegen die Wahl für unsere erste Langdistanz natürlich auf dieses Rennen fiel :-) Der Respekt vor den 226 km (3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,2 km Laufen) war von Anfang an riesig und so entschlossen wir uns, das Projekt mit Hilfe der zielgerichteten Trainingspläne von power & pace anzugehen. Unser Ziel war es, die Ziellinie möglichst gut und möglichst unter 12 Std. zu erreichen, weswegen unsere Wahl auf die Pläne der Kategorie "Finisher" fiel, die auch vom Trainingspensum her für uns noch einigermaßen machbar und gut organisierbar waren. Die Vorbereitung verlief dann auch eigentlich wie am Schnürchen und wir konnten im Prinzip alles nach Plan durchziehen - nicht zuletzt dank einer großartigen Unterstützung und viel Verständnis unserer Kinder, Familien und Freunde. Ein "Trainingslager dahoam" mit befreundeten Triathleten brachte uns dann im Frühjahr zusätzlich nochmal physisch und mental einen großen Schritt voran und wir bekamen viele wertvolle Tipps und Ratschläge. Dennoch stieg die Aufregung immer weiter an, je näher der "längste Tag unseres Lebens" rückte, was sich bei mir schon zwei Tage vor dem Start mit schlechtem Schlaf und bei Silvie unmittelbar vor dem Start mit Magenkrämpfen bemerkbar machte. Und obwohl die Veranstaltung wirklich top organisiert ist, gab es doch unglaublich viel zu erledigen – und mit den vielen Top-Athleten von Magnus Ditlev, Patrick Lange, Sam Laidlow und Sebastian Kienle bis zu Daniela Ryf, Anne Haug und Laura Philipp auch unglaublich viel zu sehen und zu erleben. Gut, dass wir bereits am Freitag angereist waren und uns ganz in der Nähe am Brombachsee in ein kleines Ferienhäuschen eingemietet hatten :-) So konnten wir auch noch das Schwimmen im Main-Donau-Kanal ausprobieren und unsere Vorbelastungen in Ruhe vor Ort machen. Der Wettkampftag selbst startete für uns um 4 Uhr mit Aufstehen, Frühstück und Fahrt nach Roth zum Bus-Shuttle Richtung Schwimmstart. Silvie hatte ihren Start in Gruppe 8 um 7:15 Uhr, bei mir ging es acht Gruppen später um 7:55 Uhr los. Der Wettkampf selbst verlief von Anfang an super für uns, und wie von uns geplant und erhofft: Das Schwimmen absolvierten wir in knapp 1 Std. 30 Min. und auch auf der Radstrecke verlief alles wie am Schnürchen, sodass wir jeweils nach weiteren knapp 5 Std. 45 Min. mit dem Laufen begannen. Auch hier ging es mir zunächst supergut und ich lag nach dem ersten Halbmarathon mit unter 1 Std. 50 Min. weiterhin super im Plan. Doch leider bekam ich im Laufe des zweiten Halbmarathons Probleme – sowohl muskulär als auch von der Energiezufuhr her, die bis dahin super funktioniert hatte. Ein flauer Magen stellte sich ein und ich bekam zunehmend Probleme mit dem Kreislauf, weswegen ich leider immer mehr Gehpausen einlegen musste. Dennoch schaffte ich es letztlich gut ins Ziel und lief  nach einer überwältigenden Runde im Triathlonstadion von Roth nach 11 Std. 58 Min. überglücklich ins Ziel, wo Silvie schon auf mich wartete. Silvie konnte zum Glück (zwar mit ähnlichen Problemen, aber in kleinerem Ausmaß - und vor allem mit einer besseren mentalen Stärke) bis zum Ende durchziehen und war gut 25 Min. vor mir im Ziel. Nach einer ersten Stärkung im Zielbereich und einer erfrischenden Dusche genossen wir noch die Finishline-Party. Wir lagen uns überglücklich in den Armen und konnten es kaum fassen, was wir an dem Tag geleistet und erreicht hatten. Alles, was wir uns ein Jahr zuvor erträumt und als Ziel gesetzt hatten, konnten wir uns erfüllen! Diese Tage in Roth waren auf jeden Fall das bisherige absolute Highlight unseres geliebten gemeinsamen Hobbys! Und auch wenn bei mir noch ab und zu ein bisschen Enttäuschung über meine Laufleistung in der zweiten Hälfte des Marathons hochkommt, überwiegt bei weitem der Stolz und die Freude über das, was ich leisten konnte und geschafft habe - und dieses unbeschreibliche Gefühl, das ich nach dem Zieleinlauf zusammen mit Silvie erlebt habe! Wir sind mächtig stolz auf uns, dass wir das alles geschafft haben und dass wir Teil dieses großartigen Wettkampfes mit grandiosen Siegen von Magnus Ditlev und Daniela Ryf in neuen Rekordzeiten waren! Zum Schluss noch ein Wort zum Solarer Berg: Unglaublich! Wir mussten tatsächlich beide die ein oder andere Träne verdrücken, als wir uns den Weg durch das Zuschauerspalier gebahnt haben - der absolute Wahnsinn! Und auch noch gaaanz wichtig: Besonderer Dank gilt unseren Freunden und Familienangehörigen an der Strecke, die uns immer wieder angefeuert und motiviert haben - aber auch allen, die zuhause über das Live-Tracking mitgefiebert haben, vor allem unsere Kinder und Eltern!

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